Yoga für Kinder

Unterrichtsverständnis

Das Wissen um das ‚Seelische Wesen‘ ist der Ausgangspunkt für meinen Unterricht und meine Ausbildungstätigkeit.

Das Seelische Wesen

Das Seelische Wesen ist unser individueller Kern, unser seelisches Feuer und ursprüngliches  Gewissen. Es drückt sich durch seine Instrumente (Körper, Vital, Mental) in unserem Leben aus. Das Wissen um das Seelische Wesen gibt es so nur im Integralen Yoga. (Kant spricht vom kategorischen Imperativ und nach St. Exú pery sieht man nur mit dem Herzen gut).  Es ist die innere Stimme, unser Gewissen, ein tiefes und klares inneres Wissen. Es ist das Vertrauen in die Richtigkeit dessen, was zu tun ist.

Die Qualitäten  des seelischen Wesens liegen häufig im Verborgenen; vom Ego, unseren Gefühlen und unserem Mental überlagert. Ein wesentliches Ziel des Integralen Yoga ist es, die Qualitäten des seelischen Wesens mehr und mehr in den Vordergrund zu bringen, so dass es unsere eigene innere Stimme ist, die unser Leben gestaltet und lenkt.

Mir sind im Laufe meiner Unterrichtsjahre viele Kinder und Jugendliche begegnet, die eine sehr klare Ahnung, Vorstellung oder auch Wissen von ihrer eigenen inneren Stimme haben.

Dazu ein Zitat von der Mutter

„…. Denn trotz aller Lehren, trotz allem, was das Denken denken kann, gibt es etwas in den Tiefen, was ein Gefühl einer Vollkommenheit hat, einer Größe, einer Wahrheit, und dem schmerzlich widersprochen wird von allen Regungen, die sich dieser Wahrheit widersetzen. Ein Kind wird, wenn es sich in einem normalen Zustand befindet, ein Unbehagen fühlen, wenn es etwas gegen die Wahrheit seines Wesens getan hat. …. Es gibt nur einen wahren Leiter, das ist der innere Leiter, der nicht über das mentale Bewusstsein wirkt. …. Daher bestehe ich darauf und sage, dass Kindern von Kindheit an beigebracht werden muss, dass es eine innere Wirklichkeit gibt – in ihnen selbst, in der Erde, im Universum. …. Es geht natürlich nicht darum, dass man einem Kind philosophische Erklärungen gibt, aber man könnte ihm sehr wohl das Gefühl dieser Art innerer Behaglichkeit geben, der intensiven Freude, wenn es dieser sehr kleinen, stillen Sache in sich gehorcht, wodurch es davon abgehalten wird, zu tun, was ihr entgegensteht. Für ein Kind ist dies sehr klar, denn es ist eine Wahrnehmung ohne Komplikationen von Wort oder Gedanken – es gibt jenes, was ihm ein gutes Gefühl gibt, und jenes, was es unbehaglich fühlen lässt. Und all dies ist sehr viel klarer im Kind als in einem Erwachsenen, denn der letztere hat immer einen mentalen Geist, der tätig ist und seine Wahrnehmung der Wahrheit benebelt.“

Wie können die Kinder und Jugendlichen sich ihrer inneren Stimme treu bleiben? Und wie kann Kinderyoga bzw. Yoga mit Jugendlichen vor diesem Hintergrund aussehen und gestaltet werden?

Das Ziel ist, Kindern und Jugendlichen Instrumente bereitzustellen, ihr inneres Selbst zu entdecken, möglicherweise in Kontakt mit ihrem Seelischen Wesen zu kommen, so dass sie selbst herausfinden können, wie und wohin sie ihr Leben steuern möchten.

Dafür benötigen sie Erfahrungsmöglichkeiten und Erfahrungsmomente, in denen sie  ihre Sinne verfeinern, um diese auf  vollständige Art und Weise nutzen zu können; losgelöst von vorgefassten Ideen und vorschnellen Urteilen, die durch die Umwelt auf sie einströmen. Je  achtsamer und aufmerksamer sie für die eigene Wahrnehmung sind, desto weniger anfällig sind sie für äußere Beeinflussung und Einmischung.

Welche Rolle nehmen wir Yogalehrer*innen in diesem Kontext ein?

Yoga mit Kindern und Jugendlichen ist auch ein Angebot, mit dem seelischen Wesen in Berührung zu kommen. Dafür werden Erfahrungsräume benötigt, die wir als Yogalehrer*innen  öffnen können. Sri Aurobindo schreibt dazu: „Der erste Grundsatz wahren Unterrichts lautet: Nichts kann gelehrt werden. Der Lehrer ist kein Instrukteur oder Aufseher, er ist Helfer und Ratgeber. Seine Aufgabe besteht darin, zu empfehlen, nicht aufzudrängen. Er trainiert nicht eigentlich das Mental des Schülers, sondern zeigt ihm, wie er seine Erkenntnis-Werkzeuge vervollkommnen kann, hilft ihm und ermutigt ihn bei diesem Vorgang. Er erlegt ihm kein Wissen auf, er zeigt ihm vielmehr, wie er Wissen für sich erlangen kann. Der zweite Grundsatz lautet: Das Mental muss bei seinem eigenen Wachstum zu Rate gezogen werden. Der Gedanke, das Kind müsse in die Form gepresst werden, die von den Eltern oder dem Lehrer gewünscht wird, ist eine barbarische und von Wissen unberührte Unterstellung. Das Kind muss vielmehr dahin geführt werden, dass es in Übereinstimmung mit seinem Wesen wächst…“

Das Schaffen von Freiräumen und die Kontaktaufnahme zum Seelischen Wesen sind ebenfalls grundlegend für meinen Unterricht mit Erwachsenen. Mit Hilfe des Yoga können wir  offener und durchlässiger uns selbst gegenüber werden.  

Yoga für Kinder

Damerowsweg 10, 22081 Hamburg

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